20.02.2017

Projekte im Frühjahr 2017: Konzerte, CD-Produktionen, Notenherausgabe

Anfang März reist Tobias Koch gemeinsam mit Concerto Köln für mehrere Konzerte nach Frankreich. Auf dem Programm, das europäische Nationalhymnen beleuchtet, stehen gleich drei Werke für Klavier und Orchester von Johann Christian, Bach Carl Czerny und Ferdinand Ries. Das ausgefallene Programm präsentiert zugleich als Erstaufführung eine Bearbeitung des Finalsatzes aus Beethovens IX. Sinfonie für Klavier und Orchester. Im gleichen Monat führt der Pianist mit der Chursächsischen Philharmonie im König-Albert-Theater in Bad Elster Beethovens III. Klavierkonzert auf. Bei den traditionsreichen Bad Krozinger Schlosskonzerten setzt Tobias Koch im April bereits im 3. Jahr seinen Beethoven-Sonatenzyklus fort. Daran schließt sich eine Reihe von Schubertiaden an, u.a. in Meran (Italien), Blaibach (Konzerthaus) und Kempen am Niederrhein (Franziskanerkloster).
Radio- und CD-Produktionen finden im März für Deutschlandradio Kultur im Weimarer Stadtschloss (Schubert, „Schwanengesang“ mit Markus Schäfer) und im April in Bad Krozingen (Beethoven-Klaviersonaten) statt. Die von Tobias Koch intiierte und herausgegebene CD mit sämtlichen historischen Einspielungen des Pianisten Karlrobert Kreiten (1916-1943) wird am 17. Februar veröffentlicht. Ende März erscheint eine neue CD, die bereits im Januar 2016 im Hans-Rosbaud-Studio des SWR Baden-Baden entstanden ist, auf der Tobias Koch gemeinsam mit Sergio Azzolini (Fagott) und Benjamin Reissenberger (Klarinette) ein Trio von Conradin Kreutzer eingespielt hat. Porträtsendungen sind im SWR und Deutschlandfunk zu hören. Bereits abgeschlossen sind editorische Arbeiten für einen großen Wiener Musikverlag: Tobias Koch hat eine neue Schumann-Urtextausgabe mit Fingersätzen und aufführungspraktischem Kommentar versehen. Weitere Informationen dazu erfolgen demnächst.

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05.09.2016

Konzerte bei drei Festivals im Herbst 2016

Werke von Mozart, Beethoven, Schumann, Brahms, Rossini und Satie stehen im Herbst 2016 auf den Notenständern von Tobias Kochs Klavieren. Neben solistischen Aufgaben freut sich Koch besonders auf das Zusammentreffen mit großartigen Sängerinnen und Sängern, darunter die Sopranistin Dorothee Mields, die Namensvettern Tobias Berndt (Bariton) und Tobias Hunger (Tenor), der Tenor Dominik Wortig und der Bass Thomas E. Bauer.

Mit einem weiteren Kammermusikprojekt setzt Koch seine Zusammenarbeit mit Mitgliedern des WDR Sinfonieorchesters Köln fort: Auf dem Programm steht diesmal das Klavierquintett op. 34 von Johannes Brahms (u.a. 11. September in Schloss Burgau, Düren und 6. November im großen Sendesaal des WDR im Kölner Funkhaus).

Auch beim Auftritt im Rahmen des 25. Festivals Alte Musik Knechtsteden am 23. September ist der WDR beteiligt: Tobias Koch wurde eingeladen, den Klavierpart von Rossini´s „Petite Messe Solenelle“ zu gestalten. Er bringt dafür seinen eigenen Erard-Flügel mit. Der WDR nimmt auch dieses Konzert auf, parallel dazu findet eine CD-Produktion statt.

Kurz darauf gastiert Koch als Solist in Beethovens Phantasie für Klavier, Chor und Orchester op. 80 bei den Herbstlichen Musiktagen Bad Urach sowie bei einem Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit und zugleich 200 Jahre Rheinhessen in Mainz. Daran schließt sich ein Klavierabend beim 7. Fortepiano-Festival in Stuttgart an: Tobias Koch blättert hier ein intimes musikalisches Tagebuch von Clara und Robert Schumann auf. Mitte Oktober hat Koch die künstlerische Leitung für ein Satie-Projekt an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf übernommen.

Weitere Informationen zu diesen und weiteren Konzerten finden Sie hier.

17.08.2016 r. Warszawa Bazylika św. Krzyża. 12. Międzynarodowy Festiwal Muzyczny Chopin i jego Europa. Koncert Tobias Koch fot. Darek Golik17.08.2016 r. Warszawa Bazylika św. Krzyża. 12. Międzynarodowy Festiwal Muzyczny Chopin i jego Europa. Koncert Tobias Koch fot. Darek Golik17.08.2016 r. Warszawa Bazylika św. Krzyża. 12. Międzynarodowy Festiwal Muzyczny Chopin i jego Europa. Koncert Tobias Koch fot. Darek Golik

05.08.2016

Konzerte und Meisterklassen in Polen

Bereits im vierten Jahr in Folge gastiert Tobias Koch beim Internationalen Musikfestival Chopin and his Europe in Warschau. Am 17. August wird ihm die besondere Ehre zuteil, mitten in der Stadt in der Basilika zum Heiligen Kreuz einen reinen Chopin-Klavierabend zu gestalten. In dieser Kirche befindet sich der Epitaph mit Chopins Herz, welches auf eigenen Wunsch des Komponisten nach dessen Tod in Paris zurück in die polnische Heimat gebracht wurde und in der Basilika in eine Säule eingemauert wurde.
Ein weiteres Warschauer Konzert findet am 21. August in der polnischen Nationalphilharmonie statt, wo Koch gemeinsam mit dem Orchester Collegium 1704 unter Leitung von Vaclav Luks in einem Sinfoniekonzert „Bravourvariationen über ein Thema aus Bellinis Norma“ von Otto Nicolai spielt. Tobias Koch spielt beide Konzerte auf historischen Konzertflügeln aus der Sammlung des Chopin-Instituts.

Daran schliesst sich – wie bereits im vergangenen Jahr – ein vom staatlichen Chopin-Institut veranstalteter zehntägiger internationaler Meisterkurs im Schloss von Radziejowice an, bei dem Tobias Koch Studenten Grundlagen der Chopin-Interpretation auf historischen Instrumenten von Ignace Pleyel, Pierre Erard und Conrad Graf vermittelt.

Anfang September ist Koch auf einem weiteren polnischen Chopin-Festival eingeladen. Beim Festival Chopiniana in Plock gibt er für ausgewählte junge polnische Pianisten am 2. September eine eintägige Meisterklasse und gestaltet am folgenden Tag einen Klavierabend unter dem Titel „Gradus ad Parnassum“: Auf dem Notenpult des historischen Pleyel-Flügels stehen ausschließlich Etüden-Kompositionen von Fryderyk Chopin, Ignaz Moscheles, Johan Baptist Cramer, Muzio Clementi, Ferdinand Hiller und Carl Czerny.

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16.07.2016

Verbier Festival / Schweiz

Drei Wochen lang ist Tobias Koch wieder Gast beim Verbier Festival hoch oben in den Walliser Alpen, wo er seit elf Jahren jeden Sommer für die internationale Festival Academy tätig ist.

Zu hören ist er u.a. bei den Konzerten „Academy presents“ im Cinema de Verbier an folgenden Daten:

23.07. (mit Amalia Hall / Mozart und Ravel)
24.07. (mit Nathan Mierdl / Schumann)
25.07. (mit Johan Dalene / Ravel)
26.07. (mit Emma Meinreken / Ravel)
28.07. (mit Thomas Reif / Beethoven)
29.07. (mit Brieuc Vourch / Brahms)
02.08. (mit Angela Chan / Brahms)
05.08. (mit Christina Brabetz / Wieniawski und Ysaye).

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18.06.2016

Hommage an Karlrobert Kreiten – Konzert zum 100. Geburtstag des Düsseldorfer Pianisten am 26. Juni 2016 im Düsseldorfer Ibach-Saal

Am 26. Juni 2016 jährt sich zum 100. Male der Geburtstag des Pianisten Karlrobert Kreiten (26. Juni 1916 – 7. September 1943). Geboren in Bonn und ab frühester Jugend aufgewachsen in Düsseldorf, wo er im Alter von gerade einmal 11 Jahren in der Tonhalle debütierte, begann Kreiten in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nach beeindruckenden Wettbewerbserfolgen in Wien und Berlin eine brillante Konzertkarriere. Als „junger Wundermann am Flügel“ hinterließ er überall glänzenden Eindruck und wurde in ganz Deutschland von Publikum und Presse gefeiert. Doch seine vielversprechende Laufbahn fand nach kritischen Äußerungen dem nationalsozialistischen Terror-Regime gegenüber ein jähes Ende: Nach einer Denunziation aus privatem Kreis – ausgerechnet durch eine Freundin seiner Mutter – wurde er am 3. Mai 1943 unmittelbar vor einem Klavierabend in Heidelberg von der Gestapo verhaftet,  vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und, gerade einmal 27jährig, in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
Der später als Fernsehjournalist bundesweit bekannte Werner Höfer hatte damals das Todesurteil in einem linientreu-scharfen Zeitungskommentar gelobt. Als dies in den 80er Jahren bekannt wurde, sorgte Kreitens Schicksal erneut für Schlagzeilen und einen handfesten Skandal. Höfers TV-Karriere war damit beendet.
Noch vierzig Jahre nach Kreitens Tod unterstrich der Pianist Claudio Arrau, dessen Meisterschüler Karlrobert Kreiten in Berlin gewesen war, dessen außergewöhnlichen künstlerischen Rang: „Kreiten war eines der größten Klaviertalente, die mir persönlich begegnet sind. Wäre er nicht durch das Nazi-Regime kurz vor Kriegsende hingerichtet worden, so hätte er, ohne Zweifel, seinen Platz als einer der größten deutschen Pianisten eingenommen. Er bildete die verlorene Generation, die fähig gewesen wäre, in der Reihe nach Kempff und Gieseking zu folgen.“

„Als sich zu meinem völligen Unverständnis Beginn dieses Jahres abzeichnete, dass zu Kreitens 100. Geburtstag keinerlei Gedenkveranstaltung in Düsseldorf geplant wurde, beschloss ich sofort, Eigeninitiative zu ergreifen“, sagt der Düsseldorfer Pianist Tobias Koch. „Kreitens Schicksal hatte mich bereits viele Jahre beschäftigt und begleitet. Sein Name ist untrennbar mit der musikalischen Stadtgeschichte verbunden.
Kreitens Schicksal steht aber zugleich symbolhaft für eine Vielzahl anderer Lebensläufe in der furchtbaren Zeit des nationalsozialistischen Macht- und Meinungsterrors. Bis heute ist auch unser Kulturleben davon geprägt, dass in dieser Zeit zahllose Menschen ermordet, in die Emigration getrieben oder mundtot gemacht wurden. Diese verstummten Stimmen fehlen noch immer, und das daraus resultierende kulturelle Vakuum der Nachkriegszeit bleibt auch in unserer Zeit noch spürbar. Nicht nur darum ist es wichtig, die Erinnerung an Karlrobert Kreiten weiterzugeben und wach zu halten. Kritisch erinnert werden soll aber anlässlich seines 100. Geburtstages nicht nur an eine Zeit, deren Ungeist auch heute noch virulent ist.“

Koch fährt fort: „Erinnern bedeutet für mich neben Verantwortung vor allem eines: Begegnung. Durch glückliche Umstände ist eine unmittelbare Begegnung mit dem Musiker Kreiten möglich durch einige wenige, wie durch ein Wunder erhaltene, künstlerisch höchst eindrucksvolle private Tonaufnahmen. Berührendes Detail: Auf diesen alten Schelllack-Unikaten hört man sogar Karlrobert Kreitens eigene Stimme, der im unverkennbar rheinischen Tonfall selbst die Absagen zu einigen der eingespielten Stücke einspricht.“
Bei eigenen Recherchen hat Tobias Koch kürzlich neue, bislang völlig unbekannte Aufnahmen Kreitens entdeckt, die beim Erinnerungskonzert erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Diese Aufnahmen sollen demnächst nach behutsamer Restaurierung zusammen mit den bisher bekannten erstmals auf CD herausgegeben werden – das einzige akustische Zeugnis von Kreitens Klavierspiel, eine Schallplatte aus den 80er Jahren, ist schon lange vergriffen.

Überhaupt ist Koch überzeugt davon, dass die Musik bei diesem Anlass im Vordergrund stehen sollte: „Als weitere Premiere werden Hommage-Kompositionen an Karlrobert Kreiten uraufgeführt, für die ich vier Düsseldorfer Komponisten gewinnen konnte. Es war mir wichtig, Kreiten auch so gegenwärtig bleiben zu lassen“. Für das vielseitige Programm, das von Elisabeth von Leliwa moderiert wird, fand Koch drei Kooperationspartner: Musikhochschule, Kulturamt und Stadtmuseum fördern die Veranstaltung.

Herzliche Einladung zum Konzert!

Sonntag, 26. Juni 2016, 15 Uhr
Ibach-Saal im Stadtmuseum Düsseldorf, Berger Allee 2 – Eintritt frei

Elisabeth von Leliwa, Einführung
Schallplattenaufnahmen mit Werken von Chopin, Brahms, Schoeck und Johann Strauß-Kreiten, eingespielt von Karlrobert Kreiten (Aufnahmen von 1934-1938) sowie erstmalige Präsentation neu entdeckter Aufnahmen (u.a. Werke von Ravel und Forkardt).
Udo Falkner und Tobias Koch (Klavier) spielen Karlrobert Kreiten gewidmete Werke von Thomas Blomenkamp (UA), Christian Banasik (UA), Philipp Lojak (UA) und Oskar Gottlieb Blarr

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03.06.2016

Juni 2016: Zwei Konzerte in München

Tobias Koch ist im Juni 2016 mit gleich zwei Konzerten in München zu Gast. Am Mittwoch 22. Juni gestaltet er zusammen mit Mitgliedern der Hofkapelle München in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität ein Kammermusikprogramm mit dem Titel „Beethoven – bearbeitet von Beethoven“.
Das Programm zeigt Beethoven aus der hochinteressanten wie ungewöhnlichen Perspektive als Bearbeiter seiner eigenen Werke. Beethoven reloaded by Beethoven! Zunächst erklingt ein und dasselbe Werk in zwei Gestalten: Die Klaviersonate op. 14 No. 1 in der originalen Klavierfassung, und im Anschluss daran Beethovens eigene Bearbeitung eben dieses Werkes für Streichquartett – einer Version, auf die der Komponist selbst sehr stolz war. Es folgt Beethovens eigene kammermusikalische Fassung des 4. Klavierkonzertes. Der Orchesterpart wird hier durch ein Streichquintett wiedergegeben, während der Klavierpart – rekonstruiert nach Beethovens eigenen Eintragungen – mit zahlreichen virtuosen Elementen angereichert ist. Aufregend neue Einsichten in ein allbekanntes Werk und zugleich eine improvisatorisch, manchmal quasi psychodelische Fassung, die auch einen spannenden Blick auf die pianistische Praxis Beethovens ermöglicht.
Tobias Koch spielt auf einem oberschlägigen Hammerflügel von Nannette Streicher & Sohn (Wien 1825) aus dem Besitz des Musikwissenschaftlichen Institutes der Universität. BR Klassik zeichnet das Konzert auf und sendet es zu einem späteren Zeitpunkt.

Am Donnerstag 30. Juni gestaltet Tobias Koch im Rahmenprogramm einer musikwissenschaftlichen Tagung in der Schwabinger Seidlvilla ein Konzert unter dem Titel „Tierische Musik – ein zoologischer Klavierabend“. Auf dem fantasievollen Programm stehen von Tieren inspirierte Klavierwerke aus drei Jahrhunderten, darunter Musik von Stravinski („Zirkuspolka für einen jungen Elefanten“), Ibert („Le petit âne blanc“), Rameau („Le rappel des oiseaux“), Messiaen („Catalogue d´oiseaux“), Schubert, Schumann, Grieg, Janacek, Granados und vielen anderen: Eine ganze musikalische Arche Noah in einem Konzert!

22. Juni 2016
Große Aula der Ludwig-Maximilians-Unversität München, Geschwister-Scholl-Platz 1, 20 Uhr
Beethoven – bearbeitet von Beethoven
mit Rüdiger Lotter, Ava de Araujo Madureira (Vl), Benjamin Beck, Veronika Stross (Va), Sebastian Hess (Vc)
Info / Einladungskarte

30. Juni 2016
Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, 20 Uhr
„Tierische Musik – ein zoologischer Klavierabend“

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09.05.2016

„Ein Frühling auf Mallorca“ // 2 Konzerte in Valdemossa und Palma

Tobias Koch ist im Mai 2016 mit zwei Konzerten auf Mallorca beim Chopin-Festival Pianino in Valdemossa (28.05) und beim Festival Palma de Primavera (29.05) in Palma zu Gast. Er spielt auf einem Pianino von Ignace Pleyel (Paris 1839, coll. Fadini) und erinnert mit einem reinen Chopin-Programm an den Aufenthalt von Fryderyk Chopin und George Sand im Winter 1838/39 auf der Insel.

Tobias Koch nos brinda la oportunidad de poder oír lo que exactamente Chopin escuchaba cuando tocaba en su Pleyel durante su estancia en la Cartuja. Un sonido que difiere mucho de los pianos de hoy en día y bastante de otras marcas contemporáneas en la Europa de aquella época. No se puede llegar a conocer en profundidad su obra sin conocer la voz que le dio vida. Por ello es necesario que entusiastas especialistas como el restaurador Olivier Fadini y el pianista Tobias Koch sigan trabajando en el redescubrimiento de algo muy olvidado en el siglo XX.
El 27 de mayo el patio del Casal Solleric abrirá sus puertas a Tobias Koch que deleitará al público a partir de las 10 horas con piezas para pianino del periodo romántico del siglo XIX.

Festival Pianino 2016

Festival Primavera de Palma 2016

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