15. März 2018

Tobias Koch eröffnet am 15. April im Stadtschloss Weimar die diesjährige Konzertreihe „Klingendes Schloss“ der Stiftung Klassik Weimar. Das Programm bietet eine Hommage an den Komponisten, Virtuosen, Pädagogen und Weimarer Kapellmeister Johann Nepomuk Hummel (1778-1837). Koch wird dabei auch auf einem Instrument von Nannette Streicher (Wien 1825) spielen, das während Hummels Weimarer Zeit für das Schloss angeschafft wurde. Am 29. September 2018 ist Tobias Koch ein weiteres Mal in Weimar zu Gast, wenn bei einem Wandelkonzert im Rokokosaal der Anna Amalia Bibliothek, im Schloss Belvedere und im Wittumspalais verschiedene kostbare Tasteninstrumente aus der Sammlung der Klassik Stiftung Weimar erklingen werden.

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01. März 2018

Neue CD bei CAvi

Soeben ist eine neue CD erschienen, welche Tobias Koch gemeinsam mit dem Hornisten Premysl Vojta für das Label CAvi in Koproduktion mit dem WDR Köln aufgenommen hat – auf nicht weniger als 3 verschiedenen Klavieren (Conrad Graf, Pierre Erard und Steinway) und auf 3 Hörnern. „Verschiedene Klangideale und kompositorische Sprachen wetteifern um die Gunst eines heutigen Hörers. Uneingeschränkte Bewunderung gilt der Spielfreude von Horn und Tasteninstrument, der fantastischen klanglichen Interaktion und Verschmelzung. Die rare kammermusikalische Koppelung hält jede Menge an Überraschungen, Kehrtwendungen und Volten, aber auch Witz bereit. Ein purer Genuss.“ (I. Waltenberger, Online Merker). „Das muss man gehört haben. Instrumentenkunde der besonderen Art – es gelingt eine ebenso intelligent zusammengestellte wie gespielte Reise durch die Jahrhunderte.“ (M. Drost, Deutschlandfunk Kultur). Auch die englische BBC hat die CD bereits ausführlich vorgestellt.

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05. Januar 2018

Projekte im Frühjahr 2018: Konzerte, Meisterkurse, Radio- und CD-Produktionen, Notenherausgabe

Das Neue Jahr beginnt Tobias Koch gemeinsam mit seinem langjährigen Tenor-Partner Markus Schäfer mit drei Aufführungen von Franz Schuberts Winterreise  bei den Greifenberger Werkstattkonzerten in der Nähe von München, in der Musikhochschule Hannover und im Cantaleum Zürich. Ende Februar schließt sich daran für Deutschlandradio Kultur Berlin eine Radio-/CD-Produktion im Weimarer Stadtschloss an, womit Markus Schäfer und Tobias Koch ihre Schubert-Einspielungen von Die Schöne Müllerin und Schwanengesang vervollständigen.
Mit einem weiteren Konzert- und Aufnahmeprojekt im Februar setzt Tobias Koch seine Zusammenarbeit mit dem Westdeutschen Rundfunk Köln fort und widmet sich dabei dem Horntrio von Johannes Brahms. Partner sind Přemysl Vojta, Solohornist des WDR Sinfonieorchesters, und dessen Konzertmeisterin Ye Wu. Weitere Klavierabende finden u.a. in Wolfenbüttel (Fortepiano-Fest), Rotterdam (Konzertsaal de Doelen), Danzig und in München (Universität) statt. Eine Reihe von SWR-Aufnahmen der vergangenen drei Jahre mit Beethovens Klaviersonaten No. 8-18 wird in Kürze auf CD veröffentlicht. Tobias Koch wird im Januar und im März in Italien (Konservatorien Saluzzo und Alessandria) Meisterkurse leiten. Für die Wiener Urtext Edition erarbeitet er derzeit aufführungspraktische Hinweise und Fingersätze für eine weitere Schumann-Notenausgabe (Romanzen op. 28). Im vergangenen Jahr ist bereits Schumanns Faschingsschwank aus Wien erschienen. Die Notenreihe auf dem neuesten Stand der Schumann-Forschung wird weiter fortgesetzt.

16/08/2014 Warszawa Koncerty 10go Festiwalu Chopin i Jego Europa. Fot. Wojciech Grzedzinski dla NIFC wojciechgrzedzinski.com wojciech.grzedzinski@gmail.com 0602 358 885 © NIFC / W. Grzedzinski

15. Dezember 2017

Meisterkurse mit Tobias Koch / Masterclasses 2018

Auch 2018 wird Tobias Koch wieder im In- und Ausland eine Reihe von Meisterkursen geben:

22. – 26. Januar
SALUZZO / Italien
Scuola di Alto perfezionamento Musicale
09. – 13. Februar
ALESSANDRIA / Italien
Conservatorio Antonio Vivaldi (Erasmus-Programm)
29. April – 05. Mai
LUSLAWICE / Polen
K. Penderecki European Center for Music / National Edition Foundation Fryderyk Chopin
13. – 18. Mai
NEUWIED / Deutschland
Musikakademie Schloss Engers
25. – 27. Mai
LODZ / Polen
Akademia Muzyczna im. Grazny i Kiejstute Bacewiczów w Łodzi
11. – 17. Juni
VERBANIA / Italien
Associazione Note Romantiche
1. Juli
HAMBURG
Chopin-Festival Hamburg / Instrumentensammlung im Museum für Kunst und Gewerbe
10. – 14. August
RADZIEJOWICE / Polen
National Fryderyk Chopin Institute
24. – 25. November
DÜLMEN
Kulturforum Hiddingsel

Chopiniana2016_Fot_Anita_Kot (34)Chopiniana2016_Fot_Anita_Kot (36)© Anita Kot / Mazowiecki Instytut

15. November 2017

Zwei letzte Konzerte im Jahr 2017

Tobias Koch beschließt mit zwei außergewöhnlichen Auftritten eine erfolgreiche Konzertsaison 2017, bevor er im Dezember eine Pause einlegt.

Am Sonntag, 19. November 2017 spielt er auf Einladung der Polnischen Baltischen Nationalphilharmonie in Danzig einen vollständig Frédéric Chopin gewidmeten Konzertabend. Koch präsentiert dort im Rahmen des alljährlich stattfindenden „Pianoforte-Herbst-Festival“ sein Programm „The Last Concert“, eine Rekonstruktion des letzten öffentlichen Konzertes von Chopin, das dieser am 4. Oktober 1848 in Edinburgh gegeben hat. Dieses Konzert war der einzige Auftritt, bei dem Chopin ganz alleine aufgetreten ist im Sinne des heute üblichen Solo-Recitals – bei den wenigen anderen öffentlichen Auftritten Chopins waren stets auch weitere Musiker beteiligt.
Koch spielt auf dem gleichen Instrument, das Chopin für sein Konzert benutzt hat, einem englischen Broadwood-Flügel aus dem Jahre 1848.

Eine Woche später, Sonntag 26. November 2017 tritt Tobias Koch in seiner Heimatstadt Düsseldorf auf, wo er in der Tonhalle gemeinsam mit seinen langjährigen musikalischen Freunden und Weggefährten von „Concerto Köln“ ein Programm aufführt, das bereits im Frühjahr dieses Jahres auf einer Frankreich-Tournee zu hören war und auch im kommenden Jahr wiederaufgenommen wird. Es widmet sich dem europäischen Gedanken und präsentiert zahlreiche europäische Nationalhymnen, darunter von Frankreich, Holland, England, Österreich, Deutschland und Polen. Koch ist als Solist von Concerto Köln mit einem Klavierkonzert von Johann Christian Bach (das „God save the Queen“ zitiert) sowie mit Carl Czernys Bravourvariationen über „Gott erhalte Franz den Kaiser“ zu hören.
Das Konzert wird vom Kabarettisten Christian Ehring moderiert. Radio WDR3 schneidet mit und sendet zu einem späteren Zeitpunkt.

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18. Oktober 2017

Tobias Koch ist „pianist in residence“ beim neuen Musikfestival „Leipziger Herbstsalon“

In der Musikstadt Leipzig findet Anfang November die Premiere eines neuen Musikfestivals statt. Auf dem Programm steht ausschließlich Leipziger Kammermusik der Romantik, die auf Instrumenten aus der Zeit ihrer Entstehung hör- und erlebbar gemacht wird. Für die Programm-Dramaturgie zeichnet Tobias Koch verantwortlich, der in den letzten Jahren enge und vielfältige Verbindungen nach Leipzig aufgebaut und gepflegt hat. Zugleich gestaltet er gemeinsam mit seinen musikalischen Freunden vom Kammermusikensemble Himmelpfortgrund an zwei historischen Hammerflügeln die Konzerte. Schirmherr und weiterer Mitwirkender (als Rezitator) ist auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung.

Das neue Festival will an die große Tradition Leipzigs als Ort und Inspirationsquelle für Kammermusik, als Musikverlags-Stadt und Ort des Instrumentenbaus anknüpfen. Die Stadt war in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts eine der bedeutsamsten und innovativsten Musikmetropolen Europas. Felix Mendelssohn wirkte hier als Gewandhaus-Kapellmeister; aber auch weit über den Rahmen der Stadt hinaus. Robert und Clara Schumann lebten und arbeiteten für ein paar – entscheidende – Jahre in Leipzig. Das durch die Initiative Mendelssohns gegründete Konservatorium zog Studierende aus aller Welt an, so den jungen Edward Grieg, den Hoffnungsträger der nordeuropäischen Musik.
Aber auch die fast gesammelte europäische Musikelite fand sich besuchsweise ein, und zwar immer wieder: Weber, Chopin, Liszt, Berlioz, Brahms, Tschaikowsky und unzählige andere. Leipzig war damit auch ein europäisches Zentrum der Kammermusik. Man traf sich, man musizierte zusammen und man spielte sich und einer gebildeten und enthusiastischen Bildungsbürgerschicht die neuesten Werke vor. Kammermusik fand damals überwiegend im privaten Rahmen statt in bürgerlichen Salons, sozusagen in den Wohnzimmern des Bildungsbürgertums.

Auch im Instrumentenbau nahmen Leipziger Firmen einen bedeutsamen Platz und leisteten entscheidende Beiträge zur Instrumentenentwicklung; erinnert sei an Klavierbaufirmen wie Tröndlin, Irmler, Hupfeld, und die auch heute noch höchst bedeutsame Firma Blüthner. Mit dem Mendelssohnhaus, dem Schumannhaus und der Grieg-Begegnungsstätte stehen einmalige und authentische Orte für die Kammermusik mit historischen Instrumenten bereit. Das Musikinstrumentenmuseum der Universität Leipzig verfügt darüber hinaus über eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen historischer Klaviere.

Musikfestival Leipziger Herbstsalon 

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28. September 2017

Tobias Koch Jurymitglied beim XI. Internationalen Chopin-Klavierwettbewerb in Darmstadt 2017

Vom 6. bis 16. Oktober 2017 findet der XI. Internationale Chopin-Klavierwettbewerb in Darmstadt statt. Veranstaltet wird dieser Wettbewerb alle vier Jahre von der Chopin-Gesellschaft in der Bundesrepublik Deutschland e.V.
In drei Etappen spielen die Teilnehmer ausschließlich Werke von Frédéric Chopin, darunter in der ersten Runde Etüden, Mazurken, Polonaisen und Nocturnes, in der zweiten Runde Sonaten, Balladen, Scherzi und andere größere Werke, und in der Finalrunde schließlich eines der Klavierkonzerte sowie ein Werk für Cello und Klavier.

In die international besetzte Jury wurde dieses Jahr auch Tobias Koch berufen. Er sitzt dort neben ehemaligen Preisträgern des Warschauer Chopin-Wettbewerbs, darunter u.a. Kevin Kenner (USA), Dang Thai Son (Vietnam), Ewa Poblocka und Andrzej Jasinski (Polen) und wird die über 40 zum Wettbewerb zugelassenen Kandidaten anhören und bewerten. Der Wettbewerb ist öffentlich und findet zunächst in der Akademie für Tonkunst statt. Die Finalrunden mit Orchester werden in der Orangerie über die Bühne gehen.

Das Eröffnungskonzert, bei dem sämtliche Jurymitglieder in der Darmstädter Orangerie auftreten werden verspricht ein einmaliges Ereignis zu werden: Gewiss ein besonderes Erlebnis, um ganz unterschiedliche Musiker-Persönlichkeiten und sehr verschiedene künstlerische Visionen direkt miteinander in Verbindung bringen zu können. Tobias Koch wird das Konzert eröffnen mit Werken von Chopin und seinen polnischen Zeitgenossen.

Link zur Rezension des Eröffnungskonzertes in der Allgemeinen Zeitung / Rhein Main Presse vom 8. Oktober 2017

Tagesaktueller Blog (engl.) des Autors und Musikkritikers Michael Moran zum Internationalen Chopin-Wettbewerb Darmstadt 2017

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15. Juli 2017

3 Meisterkurse mit Tobias Koch im August und September 2017

Nach der Ende April zu Ende gegangenen Karlsruher Meisterklasse für historische Tasteninstrumente an der Hochschule für Musik Karlsruhe gibt Tobias Koch dieses Jahr noch drei weitere Meisterkurse, die sich der Vermittlung des Spiels auf historischen Tasteninstrumenten widmen.

Bereits zum dritten Mal ist Tobias Koch vom staatlichen polnischen Chopin-Institut eingeladen, an den internationalen Meisterklassen im Schloss von Radziejowice, unweit von Warschau, mitzuwirken. Die vom 14. bis 23. August stattfindende Sommer-Akademie widmet sich vorrangig der Vermittlung von Chopin-Interpretation. Weitere Dozenten sind Andreas Staier, Alexei Lubimov, Nikolai Demidenko, Ewa Pobłocka und Katarzyna Popowa-Zydroń. Zahlreiche historische Instrumente stehen den Teilnehmern zur Verfügung.

Im Schloss im badischen Bad Krozingen unterrichtet Koch vom 18. bis 22. September gemeinsam mit Christine Schornsheim und Hardy Rittner bei einer Clavier-Academie, die Studierenden die großartigen Instrumente der Sammlung Neumeyer-Junghanss-Tracey zugänglich macht: Eine einmalige Gelegenheit, eine Vielzahl an bedeutenden historischen Instrumenten aus nächster Nähe kennen zu lernen. Das Repertoire für diesen Kurs erstreckt sich von Mozart bis Brahms.

Ein weiterer Meisterkurs mit Tobias Koch in Polen, diesmal organisiert von der Stiftung National Edition of the works of Fryderyk Chopin, findet vom 24. bis 30. September im Krzysztof Penderecki European Centre for Music in Luslawice statt. Auch dort stehen zahlreiche historische Instrumente (u.a. von Pleyel, Erard, Broadwood, J.A. Stein, A. Walter und Bertsche aus den Ateliers von Robert Brown, Salzburg und Andrzej Wlodarczyk, Warschau) den Teilnehmern zur Verfügung.

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25. Juli 2017

Verbier Festival / Schweiz

Für drei Wochen ist Tobias Koch wieder Gast beim Verbier Festival hoch oben in den Walliser Alpen, wo er seit zwölf Jahren jeden Sommer für die internationale Festival Academy tätig ist.

Zu hören ist er u.a. bei den Konzerten „Academy presents“ im Cinema de Verbier an folgenden Daten:

22.07. (mit Fabiola Kim / Schubert)
23.07. (mit Maria Dueñas / Bizet, Lutoslawski)
25.07. (mit Luke Hsu / Wienawski)
26.07. (mit Ludvik Gudim / Saint-Saëns)
28.07. (mit Kyung Ji Min / Brahms)
01.08. (mit Sumina Studer / Ysaye, Ravel)
02.08. (mit Timothy Chooi / Prokofieff, Saint-Saëns)
04.08. (mit Stephen Kim / Chausson)

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20.06.2017

Sommer und Herbst 2017 – Festivals und Meisterkurse

Nach dem Verbier Festival folgt Tobias Koch zum fünften Mal in Folge einer Einladung zum internationalen Warschauer Musikfestival Chopin and his Europe in Polen, wo er als einer der Publikumslieblinge gilt. Das veranstaltende staatliche polnische Chopin-Institut hat Koch zunächst wieder mit der Leitung eines zehntägigen Meisterkurses in Chopin-Interpretation betraut, der zugleich als Vorbereitung für den im September 2018 stattfindenden Chopin-Wettbewerb auf historischen Instrumenten fungiert. Daran schließt sich am 23. August ein Auftritt an besonderem Ort an: Tobias Koch spielt ein Nachtkonzert direkt vor dem Chopin-Epitaph, in dem das Herz des Komponisten eingemauert ist, in der Warschauer Heiligkreuz-Basilika. Im Anschluss daran folgt ein Klavierabend in Radzymin bei einem weiteren polnischen Chopin-Festival.
Im September ist Tobias Koch u.a. im WDR-Funkhaus in Köln zu Gast, gemeinsam mit Mitgliedern des WDR Sinfonieorchesters. Bei den Marthashofener Kammerkonzerten in der Nähe von München gestaltet er mit dem Geiger Rüdiger Lotter, Leiter der Hofkapelle München, einen Duoabend mit Werken von Schubert und Brahms. Zwei weitere Meisterkurse in Bad Krozingen und im Penderecki-Zentrum Polen finden im gleichen Monat statt. Anfang Oktober folgen Klavierabende mit Schuberts letzten drei Klaviersonaten. Unmittelbar danach spielt Tobias Koch ein Chopin-Galakonzert und ist Mitglied der Jury beim 11. Internationalen Chopin-Wettbewerb der Deutschen Chopin-Gesellschaft in Darmstadt.

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15.05.2017

Tobias Koch als Herausgeber von zwei Notenausgaben

Soeben ist im renommierten Verlag Wiener Urtext Edition eine Neuausgabe von Robert Schumanns Klavierklassiker Faschingsschwank aus Wien op. 26 erschienen. Die international erhältliche Urtext-Ausgabe basiert auf dem Notentext der in der Düsseldorfer Schumann-Forschungsstelle erarbeiteten Neuen Schumann Gesamtausgabe und repräsentiert damit den neuesten Stand der Schumann-Forschung.

Tobias Koch hat dazu ein ausführliches Vorwort (deutsch, englisch, französisch) mit Hinweisen zur Interpretation beigesteuert, in welchem er seine umfangreichen aufführungspraktischen Erfahrungen und vielfältige spieltechnische Anregungen weitergibt. Auch die Fingersätze wurden von Koch erarbeitet. Hierfür hat er zahlreiche historische Quellen berücksichtigt, darunter auch persönliche Notenexemplare von Clara Schumann – und vermittelt so zwischen historischer Aufführungspraxis und dem Spiel auf dem modernen Konzertflügel. Weitere Schumann-Ausgaben werden folgen.

Notenausgabe ansehen und bestellen bei Wiener Urtext Edition / Schott-Verlag.

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Zeitgleich erscheint im Fachverlag für zeitgenössische Musik edition gravis eine weitere Notenausgabe, die Tobias Koch angeregt hat und für die er auch als Herausgeber verantwortlich zeichnet.

„Hommage an Karlrobert Kreiten“ versammelt vier zeitgenössische Klavierstücke von Christian Banasik, Oskar Gottlieb Blarr, Thomas Blomenkamp und Philipp Lojak, die auf Anregung von Tobias Koch entstanden sind. Sie wurden auf der kürzlich erschienenen, ebenfalls von Koch initiierten CD mit sämtlichen erhaltenen Tonaufnahmen des Pianisten Karlrobert Kreiten (1916-1943) erstmals eingespielt, wo sie einen zeitgenössischen Kontrapunkt und aktuellen Zwischenruf zu den historischen Aufnahmen des von den Nationalsozialisten ermordeten Pianisten bilden. Die Werke von Banasik, Blomenkamp und Lojak sind Erstveröffentlichungen.
Auch zu dieser Publikation hat Koch ein ausführliches Vorwort verfasst, das sich sowohl den Werken wie der Biographie Kreitens widmet. Lebensläufe und kurze eigene Werk-Kommentare der Komponisten runden das Kreiten-Notenalbum ab.

Notenausgabe ansehen und bestellen bei edition gravis.

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28.04.2017

Neue CD: Historische Aufnahmen von Karlrobert Kreiten und zeitgenössische Klavierstücke von Thomas Blomenkamp und Oskar Gottlieb Blarr

Auf der von Tobias Koch initiierten und herausgegebenen CD mit sämtlichen historischen Aufnahmen des Pianisten Karlrobert Kreiten finden sich, eingefügt zwischen die behutsam restaurierten Tonaufnahmen, als aktuelle Kommentare vier zeitgenössische Klavierwerke, die Koch als Hommage-Werke bei Düsseldorfer Komponisten in Auftrag gegeben hat. Auf der CD ist er mit Ersteinspielungen von Klavierwerken von Thomas Blomenkamp und Oskar Gottlieb Blarr zu hören.

„Kreiten entdeckt, klanglich restauriert und dabei moderne digitale Technik als intelligenten Filter eingesetzt zu haben: Das ist das eine Verdienst dieser CD. Auf der anderen Seite stehen einige Klavierkompositionen, die dem Andenken Kreitens gewidmet sind und für diese CD entweder neu komponiert oder neu aufgenommen wurden. Sie sind völlig unterschiedlich, aber in sich rund und wahrhaft: Thomas Blomenkamps ergreifendes, schier tastendes „Fragment, gedämpft“; Christian Banasiks mit Lautsprecher-Echos arbeitende hinreißende „Begegnung 8 – lento“; Oskar Gottlieb Blarrs virtuos murmelndes Erinnerungsstück aus „Meine Stadt am Fluss“ und Philipp Lojaks anspielungsreiche Hommage „Klang – Feuer – Asche“. Die beiden Düsseldorfer Pianisten Tobias Koch und Udo Falkner – als die geistigen Mitväter dieses Unternehmens – lösen die interpretatorischen Aufgaben mit Sensibilität und wahrhaft erweckender Brillanz.“ (Wolfram Goertz, Rheinische Post 28. April 2017)

„The booklet offers thorough biographical and technical information, providing a wealth of the latter when it comes to exact playback speeds. […] this is clearly the edition to have not least because of the superior remastering and the supporting documentary evidence and attractive photographs. This tragically short-lived pianist has been very well served.“ (Jonathan Woolf, MusicWeb International Mai 2017) 

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15.03.2017

Neues Instrument: Nannette Streicher Opus 2596

Ein neues Instrument in der Sammlung von Tobias Koch: Hammerflügel von Nannette Streicher & Sohn, Wien 1832. Restauriert in der Clavierwerkstatt von Christoph Kern in Staufen. Das Instrument ist baugleich mit dem Streicher-Hammerflügel, den Goethe 1821 erwarb und der seitdem im Juno-Zimmer des Weimarer Goethehauses steht.
Das erste Konzert mit diesem Flügel findet im kommenden Mai statt bei der Schubertiade in Kempen am Niederrhein. WDR3 zeichnet dieses Konzert auf und sendet es am 23. Mai 2017 in der Reihe „Das Konzert“.

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20.02.2017

Neue CD: Kammermusik von Conradin Kreutzer

Gemeinsam mit dem Originalklang-Ensemble mit dem schönen Namen „Himmelpfortgrund“ (Wiener Stadtteil, in dem Franz Schubert geboren wurde) hat Tobias Koch Kammermusik von Conradin Kreutzer (1780-1849) aufgenommen. Die Aufnahme ist eine Koproduktion von SWR 2 und dem Label cpo und wurde bereits im Januar 2016 im Baden-Badener Hans-Rosbaud-Studio aufgenommen.

Tobias Koch spielt mit Benjamin Reissenberger (Klarinette) und Sergio Azzolini (Fagott) Kreutzers Trio Opus 43. Der anonyme Wiener Hammerflügel, den Koch für die Aufnahme ausgewählt hat, wurde vermutlich 1813 gebaut. Das Instrument hat einen Tonumfang von 6 Oktaven und ist ausgestattet mit einem Moderator, Doppelmoderator, einem una chorda-Pedal, außerdem einem Fagott- und einem Janitscharenzug. Es wurde 2015 in der Clavierwerkstatt Christoph Kern, Staufen im Breisgau, restauriert.

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15.02.2017

Projekte im Frühjahr 2017: Konzerte, CD-Produktionen, Notenherausgabe

Anfang März reist Tobias Koch gemeinsam mit Concerto Köln für mehrere Konzerte nach Frankreich. Auf dem Programm, das europäische Nationalhymnen beleuchtet, stehen gleich drei Werke für Klavier und Orchester von Johann Christian, Bach Carl Czerny und Ferdinand Ries. Das ausgefallene Programm präsentiert zugleich als Erstaufführung eine Bearbeitung des Finalsatzes aus Beethovens IX. Sinfonie für Klavier und Orchester. Im gleichen Monat führt der Pianist mit der Chursächsischen Philharmonie im König-Albert-Theater in Bad Elster Beethovens III. Klavierkonzert auf. Bei den traditionsreichen Bad Krozinger Schlosskonzerten setzt Tobias Koch im April bereits im 3. Jahr seinen Beethoven-Sonatenzyklus fort. Daran schließt sich eine Reihe von Schubertiaden an, u.a. in Meran (Italien), Blaibach (Konzerthaus) und Kempen am Niederrhein (Franziskanerkloster).
Radio- und CD-Produktionen finden im März für Deutschlandradio Kultur im Weimarer Stadtschloss (Schubert, „Schwanengesang“ mit Markus Schäfer) und im April in Bad Krozingen (Beethoven-Klaviersonaten) statt. Die von Tobias Koch intiierte und herausgegebene CD mit sämtlichen historischen Einspielungen des Pianisten Karlrobert Kreiten (1916-1943) wird am 17. Februar veröffentlicht. Ende Februar erscheint eine neue CD, die bereits im Januar 2016 im Hans-Rosbaud-Studio des SWR Baden-Baden entstanden ist, auf der Tobias Koch gemeinsam mit Sergio Azzolini (Fagott) und Benjamin Reissenberger (Klarinette) ein Trio von Conradin Kreutzer eingespielt hat. Porträtsendungen sind im SWR und Deutschlandfunk zu hören. Bereits abgeschlossen sind editorische Arbeiten für einen großen Wiener Musikverlag: Tobias Koch hat eine neue Schumann-Urtextausgabe mit Fingersätzen und aufführungspraktischem Kommentar versehen.

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14.01.2017

Neue Instrumente

Derzeit befinden sich mehrere neue Instrumente für die Klaviersammlung von Tobias Koch in der Restaurierungsphase.

Im Pariser Atelier des Pleyel-Spezialisten Olivier Fadini werden zwei Pleyel-Flügel aus der Chopin-Zeit umsichtig restauriert, darunter das besonders schöne, vollständig in seiner Originalsubstanz erhaltene Instrument No. 14451 petit-patron aus dem Jahre 1848.
Die Besaitung wird mit Webster-Replica-Draht von Stephen Birkett (Kanada) vorgenommen und ist als Prototyp Teil eines neuen  internationalen Forschungsprojektes für die Saitenherstellung nach historischem Vorbild. Auf dem Foto sind verschiedene weiche Filzqualitäten zu sehen, die Fadini gemeinsam mit Koch testet, um einen möglichst runden, weichen und vollen Klang zu erzielen – und damit von der oftmals viel zu harten, an heutigen Standards orientierten Befilzung historischer Flügel Abstand zu nehmen. Besaitung und Befilzung haben einen nicht hoch genug einzuschätzenden Anteil am Klangcharakter eines Tasteninstrumentes. Dies gilt insbesondere für historische Instrumente ab Mitte des 19. Jahrhunderts, deren Restaurierung sich oftmals viel zu sehr an Tendenzen aktueller, moderner Flügel orientiert.

Im Klavieratelier von Chris Maene in Ruiselede (Belgien) befindet sich derzeit ein weiteres Instrument. Es wird dort – in reizvoller unmittelbarer Nähe zur Konstruktion weiterer Barenboim-Maene-Flügel – für Tobias Koch vorbereitet: Hierbei handelt sich um eines der seltenen extra-grand Modelle (90 Tasten) von Erard aus dem Jahre 1907.
Das imposante Konzertinstrument (2.60 Meter) konnte bei einer Wohnungsauflösung auf der Pariser Avenue des Champs-Élysées ausfindig gemacht werden. Der Flügel eignet sich besonders für die Aufführung von Musik von Debussy und Ravel, ebenso aber auch für Rachmaninoff – Komponisten, die Koch demnächst in seine Programme aufnehmen will. Zu hören und zu sehen ist der Erard-Flügel hier mit „Bluesette“ des belgischen Jazzmusikers Toots Thielemans. 

In der renommierten Clavierwerkstatt von Christoph Kern in Staufen im Breisgau steht ein kostbarer Wiener Hammerflügel von Nannette Streicher & Sohn kurz vor der Fertigstellung. Auch bei diesem Instrument sind keine Eingriffe in die perfekt erhaltene Originalsubstanz nötig gewesen, und auch hier wird größter Wert auf Belederung der Hämmer, Regulierung der Mechanik und Besaitung (Stephen Birkett, Nürnberger Draht) gelegt.

05.09.2016

Konzerte bei drei Festivals im Herbst 2016

Werke von Mozart, Beethoven, Schumann, Brahms, Rossini und Satie stehen im Herbst 2016 auf den Notenständern von Tobias Kochs Klavieren. Neben solistischen Aufgaben freut sich Koch besonders auf das Zusammentreffen mit großartigen Sängerinnen und Sängern, darunter die Sopranistin Dorothee Mields, die Namensvettern Tobias Berndt (Bariton) und Tobias Hunger (Tenor), der Tenor Dominik Wortig und der Bass Thomas E. Bauer.

Mit einem weiteren Kammermusikprojekt setzt Koch seine Zusammenarbeit mit Mitgliedern des WDR Sinfonieorchesters Köln fort: Auf dem Programm steht diesmal das Klavierquintett op. 34 von Johannes Brahms (u.a. 11. September in Schloss Burgau, Düren und 6. November im großen Sendesaal des WDR im Kölner Funkhaus).

Auch beim Auftritt im Rahmen des 25. Festivals Alte Musik Knechtsteden am 23. September ist der WDR beteiligt: Tobias Koch wurde eingeladen, den Klavierpart von Rossini´s „Petite Messe Solenelle“ zu gestalten. Er bringt dafür seinen eigenen Erard-Flügel mit. Der WDR nimmt auch dieses Konzert auf, parallel dazu findet eine CD-Produktion statt.

Kurz darauf gastiert Koch als Solist in Beethovens Phantasie für Klavier, Chor und Orchester op. 80 bei den Herbstlichen Musiktagen Bad Urach sowie bei einem Festkonzert zum Tag der Deutschen Einheit und zugleich 200 Jahre Rheinhessen in Mainz. Daran schließt sich ein Klavierabend beim 7. Fortepiano-Festival in Stuttgart an: Tobias Koch blättert hier ein intimes musikalisches Tagebuch von Clara und Robert Schumann auf. Mitte Oktober hat Koch die künstlerische Leitung für ein Satie-Projekt an der Robert Schumann Hochschule Düsseldorf übernommen.

Weitere Informationen zu diesen und weiteren Konzerten finden Sie hier.

17.08.2016 r. Warszawa Bazylika św. Krzyża. 12. Międzynarodowy Festiwal Muzyczny Chopin i jego Europa. Koncert Tobias Koch fot. Darek Golik17.08.2016 r. Warszawa Bazylika św. Krzyża. 12. Międzynarodowy Festiwal Muzyczny Chopin i jego Europa. Koncert Tobias Koch fot. Darek Golik17.08.2016 r. Warszawa Bazylika św. Krzyża. 12. Międzynarodowy Festiwal Muzyczny Chopin i jego Europa. Koncert Tobias Koch fot. Darek Golik© NIFC / Polen

05.08.2016

Konzerte und Meisterklassen in Polen

Bereits im vierten Jahr in Folge gastiert Tobias Koch beim Internationalen Musikfestival Chopin and his Europe in Warschau. Am 17. August wird ihm die besondere Ehre zuteil, mitten in der Stadt in der Basilika zum Heiligen Kreuz einen reinen Chopin-Klavierabend zu gestalten. In dieser Kirche befindet sich der Epitaph mit Chopins Herz, welches auf eigenen Wunsch des Komponisten nach dessen Tod in Paris zurück in die polnische Heimat gebracht wurde und in der Basilika in eine Säule eingemauert wurde.
Ein weiteres Warschauer Konzert findet am 21. August in der polnischen Nationalphilharmonie statt, wo Koch gemeinsam mit dem Orchester Collegium 1704 unter Leitung von Vaclav Luks in einem Sinfoniekonzert „Bravourvariationen über ein Thema aus Bellinis Norma“ von Otto Nicolai spielt. Tobias Koch spielt beide Konzerte auf historischen Konzertflügeln aus der Sammlung des Chopin-Instituts.

Daran schliesst sich – wie bereits im vergangenen Jahr – ein vom staatlichen Chopin-Institut veranstalteter zehntägiger internationaler Meisterkurs im Schloss von Radziejowice an, bei dem Tobias Koch Studenten Grundlagen der Chopin-Interpretation auf historischen Instrumenten von Ignace Pleyel, Pierre Erard und Conrad Graf vermittelt.

Anfang September ist Koch auf einem weiteren polnischen Chopin-Festival eingeladen. Beim Festival Chopiniana in Plock gibt er für ausgewählte junge polnische Pianisten am 2. September eine eintägige Meisterklasse und gestaltet am folgenden Tag einen Klavierabend unter dem Titel „Gradus ad Parnassum“: Auf dem Notenpult des historischen Pleyel-Flügels stehen ausschließlich Etüden-Kompositionen von Fryderyk Chopin, Ignaz Moscheles, Johan Baptist Cramer, Muzio Clementi, Ferdinand Hiller und Carl Czerny.

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© NIFC / Polen

16.07.2016

Verbier Festival / Schweiz

Drei Wochen lang ist Tobias Koch wieder Gast beim Verbier Festival hoch oben in den Walliser Alpen, wo er seit elf Jahren jeden Sommer für die internationale Festival Academy tätig ist.

Zu hören ist er u.a. bei den Konzerten „Academy presents“ im Cinema de Verbier an folgenden Daten:

23.07. (mit Amalia Hall / Mozart und Ravel)
24.07. (mit Nathan Mierdl / Schumann)
25.07. (mit Johan Dalene / Ravel)
26.07. (mit Emma Meinreken / Ravel)
28.07. (mit Thomas Reif / Beethoven)
29.07. (mit Brieuc Vourch / Brahms)
02.08. (mit Angela Chan / Brahms)
05.08. (mit Christina Brabetz / Wieniawski und Ysaye).

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18.06.2016

Hommage an Karlrobert Kreiten – Konzert zum 100. Geburtstag des Düsseldorfer Pianisten am 26. Juni 2016 im Düsseldorfer Ibach-Saal

Am 26. Juni 2016 jährt sich zum 100. Male der Geburtstag des Pianisten Karlrobert Kreiten (26. Juni 1916 – 7. September 1943). Geboren in Bonn und ab frühester Jugend aufgewachsen in Düsseldorf, wo er im Alter von gerade einmal 11 Jahren in der Tonhalle debütierte, begann Kreiten in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts nach beeindruckenden Wettbewerbserfolgen in Wien und Berlin eine brillante Konzertkarriere. Als „junger Wundermann am Flügel“ hinterließ er überall glänzenden Eindruck und wurde in ganz Deutschland von Publikum und Presse gefeiert. Doch seine vielversprechende Laufbahn fand nach kritischen Äußerungen dem nationalsozialistischen Terror-Regime gegenüber ein jähes Ende: Nach einer Denunziation aus privatem Kreis – ausgerechnet durch eine Freundin seiner Mutter – wurde er am 3. Mai 1943 unmittelbar vor einem Klavierabend in Heidelberg von der Gestapo verhaftet,  vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt und, gerade einmal 27jährig, in Berlin-Plötzensee hingerichtet.
Der später als Fernsehjournalist bundesweit bekannte Werner Höfer hatte damals das Todesurteil in einem linientreu-scharfen Zeitungskommentar gelobt. Als dies in den 80er Jahren bekannt wurde, sorgte Kreitens Schicksal erneut für Schlagzeilen und einen handfesten Skandal. Höfers TV-Karriere war damit beendet.
Noch vierzig Jahre nach Kreitens Tod unterstrich der Pianist Claudio Arrau, dessen Meisterschüler Karlrobert Kreiten in Berlin gewesen war, dessen außergewöhnlichen künstlerischen Rang: „Kreiten war eines der größten Klaviertalente, die mir persönlich begegnet sind. Wäre er nicht durch das Nazi-Regime kurz vor Kriegsende hingerichtet worden, so hätte er, ohne Zweifel, seinen Platz als einer der größten deutschen Pianisten eingenommen. Er bildete die verlorene Generation, die fähig gewesen wäre, in der Reihe nach Kempff und Gieseking zu folgen.“

„Als sich zu meinem völligen Unverständnis Beginn dieses Jahres abzeichnete, dass zu Kreitens 100. Geburtstag keinerlei Gedenkveranstaltung in Düsseldorf geplant wurde, beschloss ich sofort, Eigeninitiative zu ergreifen“, sagt der Düsseldorfer Pianist Tobias Koch. „Kreitens Schicksal hatte mich bereits viele Jahre beschäftigt und begleitet. Sein Name ist untrennbar mit der musikalischen Stadtgeschichte verbunden.
Kreitens Schicksal steht aber zugleich symbolhaft für eine Vielzahl anderer Lebensläufe in der furchtbaren Zeit des nationalsozialistischen Macht- und Meinungsterrors. Bis heute ist auch unser Kulturleben davon geprägt, dass in dieser Zeit zahllose Menschen ermordet, in die Emigration getrieben oder mundtot gemacht wurden. Diese verstummten Stimmen fehlen noch immer, und das daraus resultierende kulturelle Vakuum der Nachkriegszeit bleibt auch in unserer Zeit noch spürbar. Nicht nur darum ist es wichtig, die Erinnerung an Karlrobert Kreiten weiterzugeben und wach zu halten. Kritisch erinnert werden soll aber anlässlich seines 100. Geburtstages nicht nur an eine Zeit, deren Ungeist auch heute noch virulent ist.“

Koch fährt fort: „Erinnern bedeutet für mich neben Verantwortung vor allem eines: Begegnung. Durch glückliche Umstände ist eine unmittelbare Begegnung mit dem Musiker Kreiten möglich durch einige wenige, wie durch ein Wunder erhaltene, künstlerisch höchst eindrucksvolle private Tonaufnahmen. Berührendes Detail: Auf diesen alten Schelllack-Unikaten hört man sogar Karlrobert Kreitens eigene Stimme, der im unverkennbar rheinischen Tonfall selbst die Absagen zu einigen der eingespielten Stücke einspricht.“
Bei eigenen Recherchen hat Tobias Koch kürzlich neue, bislang völlig unbekannte Aufnahmen Kreitens entdeckt, die beim Erinnerungskonzert erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Diese Aufnahmen sollen demnächst nach behutsamer Restaurierung zusammen mit den bisher bekannten erstmals auf CD herausgegeben werden – das einzige akustische Zeugnis von Kreitens Klavierspiel, eine Schallplatte aus den 80er Jahren, ist schon lange vergriffen.

Überhaupt ist Koch überzeugt davon, dass die Musik bei diesem Anlass im Vordergrund stehen sollte: „Als weitere Premiere werden Hommage-Kompositionen an Karlrobert Kreiten uraufgeführt, für die ich vier Düsseldorfer Komponisten gewinnen konnte. Es war mir wichtig, Kreiten auch so gegenwärtig bleiben zu lassen“. Für das vielseitige Programm, das von Elisabeth von Leliwa moderiert wird, fand Koch drei Kooperationspartner: Musikhochschule, Kulturamt und Stadtmuseum fördern die Veranstaltung.

Herzliche Einladung zum Konzert!

Sonntag, 26. Juni 2016, 15 Uhr
Ibach-Saal im Stadtmuseum Düsseldorf, Berger Allee 2 – Eintritt frei

Elisabeth von Leliwa, Einführung
Schallplattenaufnahmen mit Werken von Chopin, Brahms, Schoeck und Johann Strauß-Kreiten, eingespielt von Karlrobert Kreiten (Aufnahmen von 1934-1938) sowie erstmalige Präsentation neu entdeckter Aufnahmen (u.a. Werke von Ravel und Forkardt).
Udo Falkner und Tobias Koch (Klavier) spielen Karlrobert Kreiten gewidmete Werke von Thomas Blomenkamp (UA), Christian Banasik (UA), Philipp Lojak (UA) und Oskar Gottlieb Blarr

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03.06.2016

Juni 2016: Zwei Konzerte in München

Tobias Koch ist im Juni 2016 mit gleich zwei Konzerten in München zu Gast. Am Mittwoch 22. Juni gestaltet er zusammen mit Mitgliedern der Hofkapelle München in der Großen Aula der Ludwig-Maximilians-Universität ein Kammermusikprogramm mit dem Titel „Beethoven – bearbeitet von Beethoven“.
Das Programm zeigt Beethoven aus der hochinteressanten wie ungewöhnlichen Perspektive als Bearbeiter seiner eigenen Werke. Beethoven reloaded by Beethoven! Zunächst erklingt ein und dasselbe Werk in zwei Gestalten: Die Klaviersonate op. 14 No. 1 in der originalen Klavierfassung, und im Anschluss daran Beethovens eigene Bearbeitung eben dieses Werkes für Streichquartett – einer Version, auf die der Komponist selbst sehr stolz war. Es folgt Beethovens eigene kammermusikalische Fassung des 4. Klavierkonzertes. Der Orchesterpart wird hier durch ein Streichquintett wiedergegeben, während der Klavierpart – rekonstruiert nach Beethovens eigenen Eintragungen – mit zahlreichen virtuosen Elementen angereichert ist. Aufregend neue Einsichten in ein allbekanntes Werk und zugleich eine improvisatorisch, manchmal quasi psychodelische Fassung, die auch einen spannenden Blick auf die pianistische Praxis Beethovens ermöglicht.
Tobias Koch spielt auf einem oberschlägigen Hammerflügel von Nannette Streicher & Sohn (Wien 1825) aus dem Besitz des Musikwissenschaftlichen Institutes der Universität. BR Klassik zeichnet das Konzert auf und sendet es zu einem späteren Zeitpunkt.

Am Donnerstag 30. Juni gestaltet Tobias Koch im Rahmenprogramm einer musikwissenschaftlichen Tagung in der Schwabinger Seidlvilla ein Konzert unter dem Titel „Tierische Musik – ein zoologischer Klavierabend“. Auf dem fantasievollen Programm stehen von Tieren inspirierte Klavierwerke aus drei Jahrhunderten, darunter Musik von Stravinski („Zirkuspolka für einen jungen Elefanten“), Ibert („Le petit âne blanc“), Rameau („Le rappel des oiseaux“), Messiaen („Catalogue d´oiseaux“), Schubert, Schumann, Grieg, Janacek, Granados und vielen anderen: Eine ganze musikalische Arche Noah in einem Konzert!

22. Juni 2016
Große Aula der Ludwig-Maximilians-Unversität München, Geschwister-Scholl-Platz 1, 20 Uhr
Beethoven – bearbeitet von Beethoven
mit Rüdiger Lotter, Ava de Araujo Madureira (Vl), Benjamin Beck, Veronika Stross (Va), Sebastian Hess (Vc)
Info / Einladungskarte

30. Juni 2016
Seidlvilla, Nikolaiplatz 1b, 20 Uhr
„Tierische Musik – ein zoologischer Klavierabend“

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09.05.2016

„Ein Frühling auf Mallorca“ // 2 Konzerte in Valdemossa und Palma

Tobias Koch ist im Mai 2016 mit zwei Konzerten auf Mallorca beim Chopin-Festival Pianino in Valdemossa (28.05) und beim Festival Palma de Primavera (29.05) in Palma zu Gast. Er spielt auf einem Pianino von Ignace Pleyel (Paris 1839, coll. Fadini) und erinnert mit einem reinen Chopin-Programm an den Aufenthalt von Fryderyk Chopin und George Sand im Winter 1838/39 auf der Insel.

Tobias Koch nos brinda la oportunidad de poder oír lo que exactamente Chopin escuchaba cuando tocaba en su Pleyel durante su estancia en la Cartuja. Un sonido que difiere mucho de los pianos de hoy en día y bastante de otras marcas contemporáneas en la Europa de aquella época. No se puede llegar a conocer en profundidad su obra sin conocer la voz que le dio vida. Por ello es necesario que entusiastas especialistas como el restaurador Olivier Fadini y el pianista Tobias Koch sigan trabajando en el redescubrimiento de algo muy olvidado en el siglo XX.
El 27 de mayo el patio del Casal Solleric abrirá sus puertas a Tobias Koch que deleitará al público a partir de las 10 horas con piezas para pianino del periodo romántico del siglo XIX.

Festival Pianino 2016

Festival Primavera de Palma 2016

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